Informationstag für neue Mitarbeitende im Pflegesetting
Datum und Uhrzeit
29.04.2026
09:00 Uhr – 16:30 Uhr
Preis pro Seminar
150,00 €MwSt. frei
Dauer
1 Tag
Trainer/-in
Markus Lotz, Sarah Neudecker
Teilnehmer
Max. 15
Fragen?
Inhalt
Angesichts verstärkter Qualitätsansprüche bei gleichzeitigem Kostensenkungsdruck beschäftigen sich viele Einrichtungen im Gesundheitswesen mit neuen Wegen und Möglichkeiten, Pflege und Versorgung personenorientiert und gleichzeitig effizient zu organisieren.
Kerngedanke der Primären Pflege (Primary Nursing) ist, dass eine verantwortliche Pflegefachperson die Aspekte der Versorgung eines Patienten oder Bewohners zusammenführt und koordiniert, so dass eine effektive und effiziente Versorgung gewährleistet wird, die auf die individuellen Bedürfnisse der Person abgestimmt ist. Neben der Durchführung der direkten Pflege organisiert kontrolliert und unterstützt sie und gewährleistet damit die Qualität pflegerischer Leistungen, die von unterschiedlich qualifizierten Teammitgliedern während ihrer Abwesenheit erbracht werden.
Die Fortbildung gibt den Mitarbeitenden der Caritas Hochrhein GmbH eine Einführung in Grundlagen und empirische Ergebnisse der Primären Pflege und der daraus resultierenden Schlussfolgerungen für die Pflegeprozessorganisation und -dokumentation. Darüber hinaus werden mit den Teilnehmenden Ansätze für die praktische Einführung des Pflegeorganisationssystems in der eigenen Einrichtung / Sozialstation reflektiert, insbesondere auch im Hinblick auf die Bedeutung pflegerischer Erstgespräche, Erstellung der Tagesstruktur sowie die Verknüpfung mit anderen laufenden Projekten (z. B. IstZeit-Pflege).
Am Nachmittag steht der Pflegeprozess im Fokus . Der Pflegeprozess beginnt in der ambulanten Pflege in der Regel mit dem Erstgespräch mit Patient*innen und Zugehörigen. Der in diesem Rahmen stattfindende Pflegebedarfserhebung bzw. Informationssammlung kommt eine besondere Bedeutung zu, denn sie fungiert als Basis für den pflegerischen Handlungs– und Beziehungsprozess. Es hängt entscheidend vom systematischen Vorgehen und von der Sorgfalt ab, ob die von den Patient*innen und Zugehörigen gewonnenen Daten im Hinblick auf die Pflegeprozessplanung / Tagesstruktur adäquat verwendet werden können; erfolgt eine Erhebung ungenau und lückenhaft, so wirkt sich dies negativ auf die nachfolgenden Entscheidungs– und Handlungsschritte aus. Trotz der Notwendigkeit zur Selektion und Komplexitätsreduktion erscheint es wesentlich, grundsätzlich alle Lebensbereiche im Sinne einer holistischen Sichtweise zu berücksichtigen. Im Prozess der Gesprächsführung und anamnestischen Erfassung sollte neben der Informations– und Integrationsfunktion (mit Interpretation der erhobenen Daten) auch der kommunikativen Komponente besondere Bedeutung beigemessen werden. Zuhören beinhaltet nicht nur die Aufnahme und Dokumentation pflegerelevanter Informationen, sondern insbesondere die Wahrnehmung und Beurteilung der aktuellen und potenziellen Probleme bzw. ihrer Konsequenzen aus der Sicht der Patient*innen und ihrer Zugehörigen.
Zielgruppe
Alle neue Mitarbeitende in der Pflege
Die Vorstellung der Themen "Primary Nurse" und "Erstgespräche und Pflegeprozess" richtet sich primär an dreijährig examinierten Pflegefachpersonen, es sind aber auch alle anderen Mitarbeitenden in der Pflege, die darüber eine Information benötigen, willkommen.
Voraussetzungen
Die Fortbildung findet ab 8 Teilnehmer*innen statt.
Bitte parken Sie am Bahnhof in der Weilheimerstrasse (ca. 5 Gehminuten)- Tagesticket möglich.